Apels Garten 4

Wohnträume sollten mit dieser gewagten wie sympathischen Idee eines Mehrfamilienhauses mit Gartenanteil in Erfüllung gehen. Noch steckt die Idee jedoch in den Kinderschuhen.

Apels Gärten No 4. befindet sich auf einem historisch wertvollen Grundstück. Bis 1938 wurde dieses Stadtquartier als Ort des Glaubens genutzt, bevor die größte orthodoxe Synagoge Sachsens namens "Ez Chaim" hier in der Pogromnacht zerstört wurde. Die Bedeutung des Namens der Synagoge lautet "Baum des Lebens".

Vergleicht man nun das Grundstück mit älteren Zeugnissen der historischen Entwicklung Leipzigs, stellt man fest, dass Apels Gärten No 4. im Einzugsbereich eines der ehemals schönsten Barockgärten Deutschlands liegen. Heute zeugen lediglich Kopien zweier Statuen des Bildhauers Balthasar Permoser vom einstigen Eingangsbereich des Gartens am Dorotheenplatz. Revolutionär zu Zeiten Andreas Dietrich Apels – Großkaufmann und Namensgeber des Gartens – war die Integration von Arbeiterwohnungen in die Gartenanlage. Dies stellte einen Gegenentwurf zum französischen Prachtgarten dar, in dem die einfache Bevölkerung nicht geduldet wurde.

Angelehnt an ursprünglich sehr ausgedehnte Naturräume im Bereich der heutigen Leipziger Westvorstadt, entsteht mit dem Projekt Apels Gärten No. 4 ein großzügiges, zentrumsnahes Wohnquartier in ruhiger Lage, das ausgedehnte Terrassenbereiche bietet, die aufgrund ihrer Menge und Formenvielfalt als Etagengärten bezeichnet werden können.

Um die Ansprüche an modernes Wohnen zu erfüllen, treten die Gärten in verschiedenen Formen auf: von offenen, nicht überdachten Bereichen über Wintergärten im klassischen Sinne bis hin zu Balkonen mit bloßer Glasbrüstung, die vom Nachbarn konstruktiv abgetrennt sind. Die Terrassierung erfolgt konsequent und ermöglicht attraktive Aus- wie Einblicke.